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Unsere Vereinsgeschichte
Über 44 Jahre Faschenacht von der Höh' – für die Höh‘
Mit der Gründung des Vereins wurde 1969 der Grundstein für die organisierte Faschenacht
auf der Höh' gelegt. Die Gründung des Vereins ist aber nicht der Ursprung der hiesigen
Faschenacht. Es gab auch vorher schon Kappenabende und ähnliche Veranstaltungen.
Allerdings ist nur wenig über die alten Faschenachtsbräuche auf der Höh' bekannt.
Anfangs der sechziger Jahre organisierte Pfarrer Stocker von Glashofen gemeinsam mit dem
Mütterverein einen Nachmittag mit Fastnachtsvorträgen im Gasthaus „Zum Löwen“. Der Erlös
aus dem Verkauf von Kuchen und belegten Brötchen ging dann für einen guten Zweck an die
Kirche. Nach dessen Tod führte Pfarrer Schauber ab 1967 diese Tradition gemeinsam mit
dem Kirchenchor Reinhardsachsen weiter.
1969 führte Fritz Müller, der damalige Präsident der FG Heeschter Berkediebe, durch das
Programm des Kappenabends. Als besondere Einlage wurde ein Göiker versteigert, um Geld
für einen guten Zweck einzunehmen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und das
Interesse an der Fastnacht wurde immer größer.  Die Fastnacht sollte künftig organisiert
betrieben werden. Ein Verein mit dem Göiker als Wappentier wurde gegründet. Man erinnerte
sich an den Spitz-Namen der Walldürner für die Bewohner der Höhe, nämlich die „Höhgöiker“
und nahm diesen zum Vereinsnamen.
Im Folgejahr wurde dann der erste Elferrat zusammengestellt. Unter Präsident Fritz Müller
fanden sich folgende Elferräte als Mitstreiter ein: Josef Ballweg, Leo Bundschuh, Willi Gehrig,
Kuno Kirchgeßner, Karl Neuberger, Reinhold Repp, Paul Schäfer, Wolfgang Schäfer und
Albrecht Walter. Josef Heimrich wurde zum Vorsitzenden bestimmt.
An der ersten Prunksitzung 1970 im Gasthaus „Zum Löwen“ traten unter anderem Gertrud
Schäfer (als Fußballerin) und Fritz Müller in die Bütt. Auch 1971 fand an der gleichen Stelle
eine weitere gelungene Veranstaltung statt.
Ab 1972 verstärkten dann Siegfried Bodirsky und Peter Weinlein den Elferrat. Unter vielen
anderen trat auch der neue Pfarrer Dieter Heck erstmals bei den „Höhgöikern“ als
Musikclown in Erscheinung. Das Motto der Kampagne lautete „Auf der Höh' ist es halt
schöö!“
Es gelang, immer mehr Leute für den Verein zu begeistern und die Zahl der aktiven und
passiven Mitglieder stieg weiter an.
In diesem Jahr bekam das Ganze auch schon ein offizielleres Aussehen, denn der Elferrat
wurde mit Fliegen und Kappen ausgestattet. Auch wurden zum ersten Mal Orden an die
Mitwirkenden verteilt, jedoch noch ohne eigenes Motiv.
Der Höhepunkt von 1973 war sicherlich der erste Auftritt der Kindergarde und des
Höhgöikerballetts. In der Kindergarde tanzten Martina Berberich, Ulrike Bundschuh, Birgit
Heimrich, Christa Heimrich, Silvia Müller, Karin Seyfried und Monika Zeitler mit.
In dem Höhgöikerballett brillierten: Brigitte Ott, Erna Hammer, Traudel Müller, Ulrike Trabold
und Christel Meidel.
Von jetzt an bis zur Zwangseingemeindung nach Walldürn wurde, durch die Garden verstärkt,
das Rathaus gestürmt und anschließend mit einem kleinen Umzug ins Gasthaus „Zum
Löwen“ eingezogen.
Allmählich begannen auch die ersten Auftritte in den auswärtigen Vereinen und die FG
„Höhgöiker“ beteiligten sich auch erstmals am Umzug in Höpfingen mit einem Wagen.
Durch die Kooperation mit auswärtigen bedeutenden Vereinen wurde dem am Anfang
stehenden Verein der FG „Höhgöiker“ zu einer sichergestellten Position verholfen.
Am 31. August 1973 wurde dann ein Meilenstein gesetzt: Die offizielle Vereins-gründung und
der Eintrag ins Vereinsregister. Aus der „losen Vereinigung“ wurde ein ordentlicher Haufen. 
In der Gründungsversammlung im Gasthaus „Zum Löwen“ in Glashofen wurde Josef
Heimrich als erster Vorsitzender bestätigt, sein Stellvertreter war Gustav Hartmann.
Schriftführerin wurde Traudel Müller, um die Kasse kümmerte sich Werner Schmitt.
In der folgenden Kampagne, 1974, wurde dann die Ausstattung der Elferräte komplettiert.
Dank einer großzügigen Spende von Horst Berberich und der Gemeinde Glashofen konnten
endlich auch vereinseigene Jacken beschafft werden, deren Farbe damals wie heute grün
war.
1976 wurde Hans Rusnak 1. Vorsitzender der FG „Höhgöiker“.
Der nächste große Schritt war dann 1977 die Mitgliedschaft im Narrenring Main-Neckar.
Weiterhin fand in diesem Jahr erstmals die Prunksitzung in Rippberg statt. Der Saal des
Löwen war allmählich zu klein geworden. Inzwischen mussten nämlich zwei Sitzungen
abgehalten werden, um allen Interessierten einen Besuch zu ermöglichen.
Aus dem gleichen Grund wurde der Höhgöikerball im Pfarrsaal in Walldürn veranstaltet.
Um den Bürgern von der Höh den Besuch zu erleichtern, wurde ein Bus für die Hin- und
Rückfahrt eingesetzt. Es war scheinbar ziemlich schwierig, alle zur gemeinsamen Rückfahrt
wieder einzusammeln und die Abfahrt verzögerte sich erheblich. Trotzdem (oder gerade
deshalb???) erinnern sich alle Beteiligten noch heute sehr gern an diesen Ball.
Zwei Jahre später, 1979 wurde dann endlich im Keller des Rathauses in Glashofen ein Raum
als Vereinsheim zur Verfügung gestellt. Dieser wurde komplett in Eigenregie zum Göikerstall
um- und ausgebaut. Im November 2000 wurde er ebenfalls in Eigenregie gründlich renoviert
und vergrößert.
1980 wurde dann das erste Jubiläum gefeiert: 11 Jahre FG „Höhgöiker Glashofen“. Alle
Beteiligten waren sehr stolz darauf, den Verein in dieser kurzen Zeit so weit zu etablieren.
An dieser Stelle möchten wir uns bei Fritz Müller recht herzlich bedanken, der gerade in der
Anfangszeit die Fäden in der Hand hielt. Ohne sein Engagement wäre der Verein sicherlich
nicht das, was er heute ist.
Die Bevölkerung von der Höh hatte sich bislang an den Umzügen mit einem eigenen Motto
beteiligt, unter anderem als Zigeuner oder als Bauern. Seit längerem wurde aber schon
überlegt, das Wappentier der „Höhgöiker“ in ein Kostüm umzusetzen, um noch mehr zum
Mitmachen zu bewegen. Im ersten Jubiläumsjahr war es dann so weit: Die Landjugend
kreierte ein Göikerkostüm und in den nächsten Jahren fanden sich zahlreiche Nachahmer. Es
fehlte jedoch noch das einheitliche Aussehen. Daher kümmerten sich einige Elferratsfrauen
um eine Neuauflage. 1986 wurde dann der „Göiker“ in seiner jetzigen Form aus der Taufe
gehoben.
1981 fand dann der erste große Führungswechsel statt: Fritz Müller trat als Präsident der FG
„Höhgöiker“ zurück und Siegfried Bodirsky übernahm dieses Amt.
Im Jahre 1984 ging ein Herzenswunsch der „Höhgöiker“ in Erfüllung, denn sie konnten ihre
Veranstaltungen endlich wieder in Glashofen durchführen: Die Sporthalle war durch sehr viel
Engagement und Eigenleistung der Vereine von der Höh' fertig geworden. Der Göikersaal
erstrahlt alljährlich in voller Pracht durch die von den Elferratsfrauen immer wieder neu
gefertigten Girlanden und Schlangen. Die aufwändige Dekoration ist wohl einzigartig im
Umkreis und besticht durch viele liebevolle kleine Details.
Seit 1986 haben die Höhgöiker auch ihre eigene Hymne. Hubert Ackermann aus Walldürn,
damals Leiter des Kirchenchors von der Höh, komponierte und textete das Höhgöikerlied.
Die Sporthalle Glashofen hat einen kleinen Nachteil: Die Akustik lässt leider sehr zu
wünschen übrig. Nach einigen Versuchen wurde mit der Firma LTB 1988 endlich ein
kompetenter Partner gefunden, der es immer wieder schafft, unsere Veranstaltungen ins
rechte Licht zu rücken (sowohl optisch durch die Beleuchtung, als auch akustisch).
Das nächste Jubiläum 1991, nämlich 22 Jahre FG „Höhgöiker“ fiel leider wegen dem
Golfkrieg aus. Dies ist wohl das erste und einzige Mal, an dem bei den
Fastnachtshochburgen, wie Köln und Düsseldorf, die Umzüge in leichter, sommerlicher
Bekleidung angeschaut werden konnten, denn sie wurden im Sommer nachgeholt.
Die Fastnachtseröffnung am 11.11. wurde immer in einer kleinen, gemütlichen Runde
gefeiert. Seit 1992 wird sie jedoch nach einer festen Zeremonie gestaltet. Der Präsident und
die Elferräte leisten auf einen aus Stroh gefertigten Göiker einen feierlichen Eid.
Der gleiche Göiker wird dann am Fastnachtsdienstag wehmütig dem Feuer übergeben.
Im Jahr 1993 trat dann Manfred Gehrig die Nachfolge von Hans Rusnak als 1. Vorsitzender
der FG „Höhgöiker“ an.
Das Fußvolk der Höhgöiker schwoll immer mehr an und auch die Zahl der Küken wurde
immer größer. Da die Umzüge recht lang sind für so kurze Beine, haben die Eltern die
verschiedensten Beförderungsmittel für ihre Kleinen organisiert. Ab 1994 sorgten Heiko
Münkel, Anja Ballweg und Dieter Berberich mit einem kleinen Bulldog und einem Anhänger
für eine bequeme Beförderung der Kleinen.
Als dann 1995 noch zusätzlich begonnen wurde, an den Umzügen Eiernudeln der Firma
Berres auszuteilen, war auch hier das Fahrzeug gut für deren Transport geeignet. Im
gleichen Jahr übernahm Herbert Westrich das Zepter des Präsidenten.
1996 bekam dann die FG einen Hänger von Bürgermeister Karl-Heinz Joseph für den
Transport der Küken überreicht. Dieser wurde dann einfach an den Hänger angehängt. Im
folgenden Jahr bauten dann Heiko Münkel, Anja Ballweg und Dieter Berberich den Hänger
um und integrierten den Kükenaufbau des Bürgermeisters. Abgerundet wurde das Ganze
dann 1998, als der Wagen dann noch liebevoll in den Farben des Göikerkostüms bemalt
wurde.
Zwischenzeitlich wurde auch hier noch ein zusätzlicher Hänger angehängt, um die Nudeln zu
transportieren. Dieses Fahrzeug ist mittlerweile fester Bestandteil der Göikergruppe bei den
Umzügen. Auch die Nudeln sind bei den Zuschauern stets heiß begehrt und werden uns
praktisch aus den Händen gerissen.
1996 wurde weiterhin noch das Bühnenbild, das mittlerweile doch auch schon in die Jahre
gekommen ist, erneuert und etwas peppiger gestaltet.
Im gleichen Jahr wurde dann eine Jugendschautanzgruppe gegründet. Ziel war, die Mädchen
schon früh für den Tanz zu begeistern und den Nachwuchs in der Garde zu sichern.
Seit 2000 wird anstelle des Göikerballes die Göikerfete mit DJ Majo und DJ Crazy gefeiert.
Sie ist ein absoluter Erfolg und ein absolutes Muss für die jüngeren Faschenachter in der
Umgebung.
Von 2000 bis 2004 begeisterte Maren Schmidt als Tanzmariechen die Zuschauer. 2001
startete die Kükengarde zunächst als Marschtanzgruppe für die jungen Tanzbegeisterten. Ab
2009 wurde sie zur Schautanzgruppe umfunktioniert und die alte Kükengarde ist jetzt die
Juniorengarde.
Seit 2003 gibt es bei den Höhgöikern auch eine gemischte Schautanzgruppe. Sie begann
einige Jahre vorher als Tanzgruppe der Landjugend und ist jetzt fester Bestandteil des
Vereins.
Ab 2006 zündete dann Roxana Pfattheicher als Tanzmariechen eine Rakete nach der
anderen. Sie hat den Verein auch viele Jahre auf Turnieren vertreten. Ihr größter Erfolg war
der Narrenringmeister im Jahr 2010. Leider hatte sie nach der Kampagne 2012 aufgehört.
Somit hat die FG Höhgöiker seit vielen Jahre bis zu fünf eigene Tanzpunkte im Programm!
Im Herbst 2005 wurde dann Dieter Schmitt zum Präsidenten gewählt und führt seit 2006
souverän durch die Prunksitzungen der Kampagne.
Im Jahr 2006 wurden auch die Ausflüge wiederbelebt. Seitdem werden regelmäßig Ein- und
Zweitagesausflüge durchgeführt. Ein absolutes Highlight dabei war die Floßfahrt auf der
Wilden Rodach, ein wahrhaft feucht-fröhliches Erlebnis.
Seit dem Herbst 2011 hat der Verein mit Florian Beuchert auch einen neuen, jungen
Vorstand. Er löste Manfred Gehrig ab, der den Verein entscheidend geprägt hatte.
Somit schaut der Verein auch weiterhin einer tollen und erwartungsvollen Zukunft entgegen.